Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

So wunderbar hatte das der große Hermann Hesse (freilich in anderem Zusammenhang) ausgedrückt – dieses unberührte, unverbrauchte Neue beschrieben. Derweil – wirklich neu ist der sich entwickelnde Trend zurück zu RAW-Wettkämpfen natürlich nicht, aber dennoch – etwas frisches, aufmunterndes, revolutionäres begleitet diese Stimmung. Weg mit den alten Zöpfen! Weg mit der Materialschlacht! Weg von eingeschnürten Sportlern wieder hin und zurück zu echten Leistungsvergleichen zwischen Athleten. Eine richtiggehende Aufbruchstimmung ist spürbar und mehr und mehr Verbände müssen sich dem öffnen um nicht die letzten Pfründe zu verlieren -  Jedem Anfang wohnte ein Zauber inne…

Denn eines steht wohl fest: Der Trend ist zur Welle geworden und jetzt beginnt die Zeit der Gscheidhaferl. RAW will und muss jetzt definiert werden – Heißt RAW mit oder ohne Gürtel, mit oder ohne Handgelenksbandagen, Kniebandagen, Gewichtheberschuhe, Unterwäsche… Da müssen Regeln her, und zwar eindeutige. Am besten wohl unterschiedliche RAW-Klassen die uns wie gehabt zehn Deutsche Meister in ein und derselben Gewichtsklasse erlauben – jetzt nicht mehr über Verbände hinweg sondern direkt innerhalb der RAW-Klassen. Eine unfassbare Entwicklung die wir hier im Moment verfolgen dürfen und irgendwie will uns das Auge beim Anblick tränen, wie eine Vereinfachung wieder verkompliziert wird. Grauenhaft…

Bayerischer Meister in der Gewichtsklasse bis 100kg, RAW mit doppellagigem EQ bei schwarzer einfach genähter Unterwäsche – Wäre das nicht mal ein Titel? Damit man sich nicht falsch versteht: Leistungen müssen vergleichbar sein und eine Beuge mit Bandagen ist anders zu bewerten als die ohne, aber die aktuelle Entwicklung verfolgen wir mit Argwohn – Lasst uns hier nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen…

Konstantinovs mit historischem RAW-Total (ohne Bandagen)

Aha – geht’s schon los mit den Titeln Icon Smile in Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne... Der gewaltige Konstantin Konstantinovs hat beim Monster Gym Cup der WPC wieder erstaunliches geleistet: 985 Kg (ohne Bandagen). Eine historische Bestmarke die offenbar über der von Hugh Cassidy (1964) liegen mag zu dessen Zeit es ebenfalls kein Equipment gab. – Wer findet den Fehler?

Fernab der Statistiken wollen wir uns einfach über die brachialen Antritte von Konstantin erfreuen – hier auf Video:

Squat 325kg /Bench press 240kg /Deadlift 420kg


Einen Kommentar schreiben