Kraftdreikampf Macht erfinderisch…
Donnerstag, den 23. Mai 2013Wie? Schon in der Überschrift der erste Schreibfehler? Nun ja, auch wenn unser Tastaturhengst ehrlicherweise nicht der wandelnde Thesaurus in Punkto Rechtschreibung ist, in obigem Falle ist das schon richtig so denn es geht hier um Macht und nicht um machen. Macht und Wahnsinn – oder um etwas genauer ins Detail zu gehen: Macht und Equipment-Wahnsinn…
Irgendwann in grauen Vorzeiten lagen die Dinge noch relativ einfach und verständlich: Irgendwo auf der grünen Wiese lag ein Felsbrocken und nur einer konnte den heben. – Das war der Stärkste im Dorf. Irgendwann kam dann auch die Frage auf wer der Zweit-Stärkste wäre und so entwickelte der kreative Verstand des Menschen wohl im Laufe der Zeit aufsteckbare Lasten, heute Hanteln genannt, um die Reihenfolge in der Hierarchie der Männer exakter bestimmen zu können. Es entwickelten sich Disziplinen und Regeln, Meister und Anwärter – Hach, es hätte so einfach bleiben können.
Aber alles im Leben hat zwei Seiten: Beim Bankdrücken zeigte sich etwa im Verlauf der Jahre eine deutliche Zunahme an Verletzungen der Schulterpartien, und rein durch die Technik vermochte man diesen nicht beizukommen. Kreativität war also gefragt und so entwickelte man ein relativ eng anliegendes Shirt, dass die Schultern während der Bewegung in der Position halten sollte. – Das half eigentlich ganz gut. Die Kreativität vermochte aber noch weitere Entdeckungen zu machen. Zog man dem Athleten beispielsweise ein noch engeres Shirt an, konnte dieser mehr Gewicht bewältigen, gleiches galt für zwei Shirts, doppelte Nähte, Jeans-Stoff, und, und, und…
Der ortsansässige Schneider war begeistert, denn fortan hatte er ein neues, gewinnversprechendes Unternehmensfeld entdeckt. – Und auch die Athleten waren begeistert, denn abends an der Bar vermochte man den jungen Damen von sehr viel gewaltigeren Leistungen zu erzählen (Den Schneider zu erwähnen verschwieg man wohl sicherheitshalber). – Hach, es hätte so einfach bleiben können.
Die Handwerkszunft schien hier dann einen Riegel vorzuschieben: Gebietsschutz! Denn auch wenn also Equipment beim Drücken, Beugen und Heben erlaubt sein sollte. – Das Geld sollte dann schon in der Gemeinde bleiben und nicht beim Schneider im Nachbarort der die Nähte doppelt sicherte, hier und da mal etwas mehr Stoff verwendete. Künftig, so wurde beschlossen, sollte ein Hemd immer erst die Zulassung für die Ortschaft erhalten: Ordnung muss sein! Und natürlich – es hätte so einfach bleiben können, aber wer will das schon…
So wurde jüngst also eine Meisterschaft terminiert auf die sich viele, viele Athleten gewissenhaft vorbereiteten. Der Schneider trat als Sponsor der Veranstaltung auf, verkaufte noch vor Ort seine “Laiberl” und alles hätte einfach bleiben können. – Bis just, inmitten des Wettkampfes, ein Bürgermeister des Weges kam und ein Hemd aus der Kollektion kurzerhand verbot. Das war fortan nicht mehr zulässig.
Und so geschah es, dass (Forsetzung folgt….)
Wer weiteres über dieses hochinteressante Märchen erfahren möchte sei an dieser Stelle auf die einschlägigen Foren im Internet verwiesen. – Wir haltens mit den Römern: Cui Bono – Wem nützt das?