Training

Box-Weltmeister mit der Kraft der Powerlifterei

Hach, ab und an sind wir wirklich stolz mal wieder eine grandiose neue Quelle gefunden zu haben. – So auch heute Icon Smile in Derweilen ist die Quelle gar nicht so neu und stammt eigentlich aus dem Jahre 1997 (Hatfield F (1997) “How They Train: Conditioning Methods of World Champion Boxer Evander Holyfield.” Sportscience News.) Wie auch immer: Just am gestrigen Tag wurde auf EliteFTS ein Beitrag hierüber veröffentlicht der das ganze Prozedere von damals nochmals ins Gedächtnis ruft. – Und auf unseren Schirm.

Zurück ins Jahr 1990, genauer den 25. Oktober 1990. Der unumstrittene Champion aller drei bedeutenden Boxverbände (WBA, IBF, WBC) im Cruisergewicht (rund 90Kg, je nach Verband) – Evander Holyfield – war erpicht auf das ganz große Geld, neue Ehren und natürlich den wohl bedeutendsten Rang den es in der Boxwelt zu holen gibt: Weltmeister im Schwergewicht. Eine grandiose Amateurlaufbahn mit 160 von 174 gewonnenen Kämpfen zierte seine Vitae, daneben grandiiose Antritte eben im Halbschwergewicht. Nach dem Wechsel 1988 in das Schwergewicht folgten weitere KO-Siege und irgendwann wurde der WM-Kampf gegen den amtierenden Weltmeister, Buster Douglas, annonciert. Dieser hatte zuvor sensationell Mike Tyson mit einem KO-Sieg enttrohnt.

Eine Aufgabe also, die erst mal gelöst sein wollte. – Und was lag da näher als sich Beihilfe in der Vorbereitung zu holen? Die Wahl fiel auf Dr. Fred Hatfield, den zweifachen Weltmeister im Powerlifting (1983 / 1986). Dieser lies sich in der Sache offenbar gar nicht erst beirren und erstellte ein Trainingstemplate das den “einzig wahren” Evander – The Real Deal – Holyfield letztlich zu einer brachialen Form und den Titelgewinn in Runde 3 (!!!) verhalf. 12 Wochen lang, unterteilt in 3 Kurz-Zykklen – dauerte das Training und war für 3 Einheiten je Tag ausgelegt. – Das zugehörige Template findet sich hier…

Der Erfolg gab ihm Recht, und Evander wollte auch weiterhin Erfolg. So blieb er den neuen Grundprinzipien bis in das Ende seiner Karriere treu und war zuletzt bekannt dafür in einer außerordentlichen körperlichen Verfassung den Ring zu betreten. Hier im Video der damalige Wettkampf um die Ehre der Schwergewichtskrone die Evander Holyfield im Jahr 90 durch Ko in Runde 3 für sich beanspruchte…

 

 

 

Zahir Khudayarov VS. Dan Green – Der Kampf in der 110er

Noch 31 Tage zu den GPA World Powerlifting Championships 2014 und wie das so ist: Große Dinge werfen ihre Schatten weit voraus. Beispielhaft hierfür der Zweikampf zwischen Dan Green und Zahir Khudayarov in der 110er. Aufmerksame Leser werden schnell merken: Heute ist unsere Überschrift gedreht – Zahir steht vor Dan – und das natürlich nicht ohne Grund…

Am gestrigen Tag wurde von Khudayarov ein Trainingsvideo in der Beuge veröffentlicht dass ihn zugegebenermaßen einen Trainingsstand vor Green zuordnen lässt. – Vorausgesetzt da geht auch alles mit rechten Dingen zu. Nun: Ob und wie wird sich immer erst im Wettkampf zeigen, aber macht nicht schon die Vorfreude darauf einen Teil des Spasses aus?

Wir steigen also mit ein in diese vorweihnachtliche Stimmung und bewerten die 430Kg für 2 Wiederholungen in der Beuge für Zahir mit der typisch bayerischen Anerkennung: Ned Schlecht!

Interessant wäre nunmehr natürlich der direkte Video-Gegen-Antritt von Dan Green – Aber wie heißt es so schön: Nichts sagen bedeutet nicht: Nichts machen. Und so gehen wir davon aus dass auch Dan seine Hausaufgaben fleißig abarbeitet. 30 Tage sind ja wie im Nu vorbei. Wer sich auf die gesamte Veranstaltung vorbereiten will: Es kommen weitaus mehr Athleten oberster Güte als zu vermuten wäre. – Seht Euch einfach diesen Video-Trailer der Veranstaltung mal an, direkt hier auf deren Website…

Interessant im Video: Das vorbereiten und erwärmen solch eines Athleten bis hinauf zum Max-Versuch; Da kann man durchaus das eine oder andere für sich herausziehen. Leider ist die Tiefe im Versuch selbst letztlich nicht festzumachen, aber wir gehen bei solch einem erfahrenen Athleten natürlich vom Besten aus. Hier der Video…

Mit 170 Kilogramm fühle ich mich dünn…

Es heißt, alles hat ein Ende – sogar der Schweinsbraten – Und so sollte es uns eigentlich nicht verwundern dass die “Saure Gurken Zeit” ohne große Meldungen und Videos just am heutigen Tag seinen Schluß fand. Eigentlich hätte das Ende gar schon früher da sein können, wären wir der russischen Sprache mächtig gewesen. Icon Smile in

Der Grund: Ein Video – Und nicht irgendein Video, sondern ein wirklich ganz außergewöhnliches Stück Zeitgeschichte Icon Smile in (Naja, das ist natürlich auch etwas übertrieben). Wie auch immer: Mikhail Koklyaev, Andrey Malanichev and Kirill Sarychev haben sich zu einem Training getroffen und herausgekommen ist ein wahrlich hochwertiges Trainingsdokument. – Man muss ab und an vielleicht etwas zwischen den Zeilen “lesen”, aber man bekommt dann wirklich so allerhand mit vom Training der großen, schweren, erfolgreichen Jungs!

Zu lesen ist im übrigen bei diesem Video generell nicht der schlechteste Rat. – Immerhin unterhalten sich die Jungs in deren Muttersprache und wir gehen mal davon aus, dass die Mehrheit unserer Leserschaft die nicht so ohne weiteres versteht. Dafür gibt es aber Untertitel im Angebot – und dann geht das schon.

Ein Trainingsmitschnitt vom anfänglichen Gebluber über das Aufwärmen bis hin zu den Trainingssätzen. – Garniert mit allerlei Inhalt und natürlich Spaß! Unbedingt anschauen…

Schein und Sein – 725 Pfund vs. 250 Kg

Mut gehört belohnt – So wenigstens die weitläufig Meinung. Kritiker behaupten indessen, es wäre nicht mutig auf eine glühende Herdplatte zu greifen, sondern eher dumm… Aber so ist das wohl in der heutigen Welt: Wie man(n) es macht, so ist es verkehrt Icon Smile in

Ein weiteres Beispiel gefällig? Vielleicht sogar aus dem Kraftsport und nicht aus der Küche? Klar, auch da haben wir was zu bieten. Am Wochenende war die WUAP-Weltmeisterschaft im KDK und auch unser Freund aus Tirol, Christoph Rieser, war wieder mit dabei. Eine große Freude, nachdem das vergangene Jahr nicht eben viel Raum für ihn und seine grandiosen Leistungen übrig hatte.

Herausgekommen ist dabei ein satter Antritt nach längerer Wettkampfpause mit 250 Kilogramm Stahl auf der Stange. Tageshöchstlast in der Bank bei dieser Veranstaltung und für uns ein Grund mehr zu gratulieren. – Immerhin: Es geht bei ihm ja gerade erst wieder los. Wer mal einen Einblick in das Training von Christoph nehmen will wird in dessen YouTube-Kanal ebenfalls mehr als gut bedient. Da kann man(n) sich schon mal etwas die Zeit vertreiben.

Brandaktuell etwa ein Trainingsantritt mit 200 Kilogramm für 10 Wiederholungen. – Christoph liebt runde Zahlen! Icon Smile in

Demgegenüber – wir sind ja noch immer bei der Beweisführung – ein Wettkampfantritt eines sicherlich sympathischen, aber auch irgendwie weltfremden Athleten. Sein Ziel 725 Pfund in der Bank: Rund 328 Kilogramm. Nun könnte man als Zuschauer wohl schon beim rein körperlichen dieses Athleten seine Zweifel bekommen. – Jungs, die 330 Kilogramm RAW schieben sehen einfach anders aus. Icon Smile in Eventuell also ein guter Fake mit Alugewichten? Nein – Hier ist der junge Mann zu ehrlich.

Und weil Ehrlichkeit belohnt werden muss gibts diesen Video hier bei uns zu sehen. – Auch wenns Weh tut Icon Smile in

 

Luftsprünge hier und dort

Luftsprünge sind ein Zeichen von Freude; Von überschwänglicher Freude… Woher dieser zutiefst menschliche Drang nach oben stammt? Keine Ahnung und es soll wohl auch genügen davon zu wissen. Wem dies nicht genügt, der ist gut angeraten sich gezielt auf solch einen Moment vorzubereiten, denn ohne Vorbereitung wird das nichts Icon Smile in

Ist ohne Vorbereitung kein Luftsprung möglich? Doch, ist er wohl – aber nicht aus wirklicher Freude. Denn tatsächliche Freude entsteht zunächst dann, wenn etwas eintritt das nicht üblich oder erwartbar gewesen wäre. Ein Sprung aus dem Stand heraus – furchtbar langweilig…

Es sei denn, man würde exakt für diesen Sprung trainieren um im sportlichen Sinn gesehen höher als andere zu kommen. Dann, und nur dann, würde man exakt zwei Luftsprünge machen: Einen um das Ziel zu erreichen, den anderen um seiner Freude Ausdruck zu verleihen. Wie das Ganze in Reinform aussieht könnt Ihr im folgenden Video aus dem Trainingslager der Gewichtheber sehen. Ein Sprung aus dem Stand heraus, auf etwa Brusthöhe: Das ist schon etwas das erst mal gemacht werden will. Icon Smile in Allerdings – Die Freude des Athleten – Rigert Vladislav – hält sich in Grenzen. Für uns ein Zeichen dass es wohl nichts außergewöhnliches oder erstrebenswertes war. Vermutlich ist er im Anschluss an diesen Versuch dann auf Kopfhöhe gesprungen und hat sich dann gefreut dass seine Mitstreiter im nächsten Wettkampf auf seine Finte hereingefallen sind. Icon Smile in

Zuletzt: Luftsprunge gab es am vergangenen Wochenende auch in Mexiko – bei den Junior- und Master – Weltmeisterschaften im Amateur Bodybuilding. Ergebnisse haben wir zwar noch nicht gesehen, aber dafür sehr viel Freude bei einigen unserer Freunde. Horst Wetterau vermochte sich etwa mit der Krone der Weltmeisterschaft zu belohnen, Dr. Wolfgang Schober sicherte sich Bronze. Wir gratulieren aufs herzlichste!