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Protein - Baustoff des Körpers
23.01.2007

Schon der Wortstamm (aus dem griechischen : proteuo „ich nehme den ersten Platz ein“) weist auf die elementare Stellung des Eiweiß innerhalb unserer Ernährung hin. Vornehmlich aufgebaut aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff geben sie die Zellenstruktur vor, transportieren wichtige Substanzen und wirken unter anderem auch als Antikörper zur Infektionsabwehr. Proteine selbst sind aus Aminosäuren zusammengesetzt, die aus Sicht des Sportlers in "essentiell" (zu deren Bildung der Körper selbst nicht fähig ist) und "nicht essentiell"  unterschieden werden können. 

Proteinbedarf
Um die für einen Kraftsportler notwendige anabolen Stoffwechsellage gerade während der Phase der Regeneration zu sichern ist eine postive Stickstoffbilanz notwendig - Diese kann über die geeignete Zufuhr von Eiweiß hinreichend beinflusst werden. Entscheidend für den Sportler ist hierbei, dass eine zu hohe Menge an Protein nicht zwangsläufig einen Muskelaufbau erzwingt, eine zu geringe Menge jedoch in jedem Fall einen Abbau von Muskelsubstanz nach sich zieht. Die empfohlenen Richtwerte für Kraftsportler sind entsprechend unterschiedlich, und bewegen sich von 1g je Kg Körppergewicht bis hin zu 4g täglich und höher.

Wertigkeit
Als Maß für die Qualität des Proteins wird die biologische Verwertbarkeit für den menschlichen Organismus (anhand der Stickstoffbilanz) in Relation gesetzt. Als Referenzwert wurde hierfür das Ei verwendet, von dessen Protein der Köper 100% verwenden kann. Ähnlich hohe Werte erreichen Fisch, Fleisch und Milch, wobei die Qualität mitunter auch durch Kombination verschiedener Nahrungsmittel (etwa Kartoffeln mit Ei) erhöht werden kann.

Aufnahmerhythmus
Die Hinweise für eine zeitlich möglichst funktionale Proteinzufuhr sind sehr unterschiedlich, zielen aber alle darauf ab möglichst keine katabolen Phasen (also Zeiten der "Unterversorgung") zuzulassen. Bei einer Aufteilung der Mahlzeiten auf fünf oder mehr Einheiten je Tag ist vermutlich kein Eiweißfenster zu erwarten. Angeraten wird allgemein, als letzte Mahlzeit des Tages eine langsam verwertbare Proteinquelle (wie etwa Magerquark) einzunehmen, um die Versorgung über die Nacht hinweg zu sichern - Wohingegen am Morgen schnell verwertbares Protein zum raschen Auffüllen der über die Stunden entleerten Speicher angezeigt ist. Einige Quellen verweisen auch darauf, dass der "Aminosäurenpool" selbst nicht leer werden kann, eine zeitliche orientierte Einnahme also nicht notwendig ist.

Erfahrungen
Wir selbst achten beständig auf eine ausreichend hohe Proteinzufuhr von 3 bis 4 Gramm je Kilogramm Körpergewicht täglich. Den Bedarf decken wir nach Möglichkeit aus verschiedenen Quellen wie Fisch, Fleisch, Milchprodukte und Geflügel - Je nach Trainingsphase greifen wir auch auf Shakes zurück.

 

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